Mag dein Wort mich stets berühren…
Seniorengottesdienst mit Bischof Petereit

Dieser Impuls aus dem Eingangslied des Seniorenchores zog sich wie ein roter Faden durch den Gottesdienst für unsere Senioren am 04.09.2016 in Halberstadt. Bereits vor dem Gottesdienst erging durch Sängermund an die 268 Geschwister aus Nah und Fern die herzliche Einladung: “Komm zur Lebensquelle, armes, müdes Herz“.

Bischof Lothar Petereit legte seinem Dienen das Pauluswort aus 2. Korinther 7; 4 „ … ich bin erfüllt mit Trost; ich habe überschwängliche Freude in aller unserer Bedrängnis.“ zu Grunde.

Aus dem Chorlied „Wie Maria lass mich lauschen“ zitierte der Bischof eine Bitte. „Mag dein Wort mich stets berühren: dieses Eine Herr ist not!“, sagte er und stellte fest, dass das der Sinn der Predigt ist. Das geistgewirkte Wort soll tief in die Seele fallen und dort zur Quelle des Trostes und der Freude werden.

Wir erleben im Natürlichen zahlreiche Bedrängnisse die uns Sorgen bereiten. Vieles verändert sich, manches wird heute anders gemacht, Wertschätzung geht verloren und viele Senioren leben in der Einsamkeit.  

Der Bischof nannte Kraftquellen, welche aus der Berührung mit dem Wort Gottes entspringen:

  • Fürbitte ist eine tragende Kraft
  • Wachsende Erkenntnis lässt uns Veränderungen akzeptieren
  • Gemeinschaft miteinander lässt uns zuhören wenn sich ein Herz öffnet und begegnet so der Einsamkeit

Auf der geistlichen Ebene begleiten uns ebenfalls Sorgen:

  • Wir warten schon so lange, wann kommt der Herr?
  • Viel Leid und Trübsal gibt es auf der Erde, warum greift der Herr nicht ein?

Aus der Berührung mit dem Wort Gottes fließt uns der Trost zu, Gott lässt heute alles miteinander wachsen, aber zur Erntezeit trennen die Schnitter Unkraut und Weizen. (siehe Matthäus 13; 24-30)  Paulus bekam auf sein Bitten um Veränderung die Antwort “ Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“ (siehe 2. Korinther 12; 9) Weil Gott dich liebt gibt er dir Kraft in allen Anfechtungen - das möge dich trotz schwerer Belastungen trösten. 

Berührung mit dem Wort Gottes löst Freude aus und das bewegt die Seele. Freude kommt aus der Zusage

  • Und siehe, ich bin bei euch alle Tage (siehe Matthäus 28; 20)
  • Ich komme bald und mein Lohn mit mir (siehe Offenbarung 22; 12)

Der Bezirksälteste Gerald Unruh ergänzte, dass sich die Berührung der Seele kaum in Worte fassen lässt. Im Laufe der Zeit sammelt sich ein wahrer Schatz von Glaubenserfahrungen an. Dadurch entwickelt sich eine erkennbare Reife der Seele.

Grundlage der Verbindung zu Gott ist der Glaube, welcher ein wertvolles Geschenk Gottes ist, unterstrich Bezirksevangelist Peter Berendt.

Zum Schluss griff der Bischof eine Sorge von Amtsträgern im Ruhestand auf. Angesichts der Veränderungen ergibt sich die Frage: „War mein Handeln verkehrt?“.  Zum Trost antwortete er mit den Worten aus Sirach 39; 39 „dass alle Werke des Herrn gut sind, und ein jegliches zu seiner Zeit nütze ist.“

Mit gemeinschaftlichem Rühmen und Loben im Gesang klang der Gottesdienst aus.