Jahresauftaktgottesdienst für die Jugend

Genauso wie die Jugend des Bezirks Halberstadt das Jahr 2015 am 29. Dezember gemeinsam hatte ausklingen lassen, traf man sich am 24. Januar 2016, um das Jahr gemeinsam im Kreis der Jugend zu beginnen.

Um 9:30 Uhr begann eine kurze Gesangsstunde, in der einige Lieder angestimmt wurden, die im anschließenden Gottesdienst gesungen werden sollten. Der Gottesdienst wurde vom Bezirksältesten Gerald Unruh gehalten. Als Grundlage verwendete er das Bibelwort Lukas 5, 31:

„Die Gesunden bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken.“

Nachdem der Jugendchor das Lied „Liebe, die du mich zum Bilde“ gesungen hatte, bedankte sich der Bezirksälteste sowohl beim Chor als auch beim Dirigenten für das sehr emotional vorgetragene Lied. Er bat alle Jugendlichen, den Gottesdienst aufmerksam zu verfolgen, und verband diese Bitte mit der Aufforderung, doch im Gottesdienst immer wieder Reaktionen der Seele unserem Gott gegenüber zu zeigen. Er verglich diese Art der Herzensreaktion mit den Möglichkeiten, die z.B. Smartphones bieten, anderen seinen persönlichen Status mitzuteilen. Gott möge sehen, die Jugend ist ganz auf sein Wirken eingestellt, man beschäftigt sich nun mit ihm. Anschließend erläuterte der Bezirksälteste das Bibelwort. Es stammt aus der Zeit, als Jesus seine Jünger berief. Er traf dabei auf einen Zöllner namens Levi und forderte ihn auf, ihm nachzufolgen. Deshalb veranstaltete Levi ihm zu Ehren ein großes Fest, zu dem auch weitere Zöllner eingeladen waren. Die Pharisäer und Schriftgelehrten bemerkten dies und beschwerten sich, dass Jesus sich um die Sünder kümmerte. Als Jesus das merkte, antwortete er ihnen: „Die Gesunden bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken.“ Mit den Gesunden meinte er die Pharisäer und Schriftgelehrten, die sich in der Bibel auskannten und mit einer gewissen Arroganz Jesus aufgrund seiner einfachen Herkunft ablehnten. Jedoch liebt Jesus alle Menschen unabhängig von ihrer Herkunft und sieht seine Aufgabe darin, denen zu helfen, die seine Hilfe brauchen.

Der Bezirksälteste erinnerte an das jedem Menschen von Gott gegebene Gewissen, welches in der Lage ist, immer wieder auf das Gute zu verweisen. Gemeinsam mit dem uns als Gabe gegebenen Heiligen Geist erhalten wir jeden Tag Impulse und Anregungen, die uns an unseren Status vor Gott erinnern – wir dürfen Christen sein und sind dankbar für die Hilfe von oben. Heutzutage nutzen viele z.B. Gesundheits-Apps, um sich zu kontrollieren und fit zu bleiben. Nutzen wir die Impulse aus dem Wort Gottes, um seelisch gesund zu bleiben!

Im Anschluss an sein Dienen bat der Bezirksälteste die Priester Markus Korbien und Jörg Eike an den Altar. Sie erinnerten die Jugendlichen u.a. daran, doch auch vermehrt auf Impulse und Signale zu reagieren, die die Not und die Bedrängnis von Freunden deutlich machten. Im Sinne Christi könnte man dann auch solchen Menschen eine Hilfe sein.

Nach dem Dienen der Priester, der Feier des Heiligen Abendmahls und dem Schlusssegen wurden aus verschiedenen Gründen noch personelle Veränderungen durch den Bezirksältesten vorgenommen. Die Priester Korbien und Eike wurden von der aktiven Arbeit als Jugendleiter entlastet. Der Bezirksälteste dankte ihnen für die aktive Tätigkeit, insbesondere auch Priester Korbien, der viele Jahre den Bezirksjugendchor geleitet hat. Als neue Jugendleiter wurden Schwester Treiber und ihr Ehemann, Diakon Jürgen Treiber, sowie Priester Uwe Groechel (in Abwesenheit) beauftragt. Die Leitung des Bezirksjugendchores übernehmen fortan Schwester Kathrina Lufter und Diakon Jürgen Treiber.

Text: F.C., Bilder: A.J.