Open-Air-Jugendgottesdienst in Darlingerode

Am 14.06.2015 erlebte die Jugend des Bezirkes Halberstadt einen Open-Air-Jugendgottesdienst an der Sandtalhalle in Darlingerode.

Das Wetter am Morgen des 14.06.2015 war sehr warm, sodass viele der Jugendlichen nicht so recht wussten, was sie zum Open Air Jugendgottesdienst um 10:30 Uhr anziehen sollten. Doch das Wetter änderte sich schnell, ein kalter Wind zog auf, aber die gute Laune der versammelten Jugendlichen wurde nicht getrübt. Etwa eine viertel Stunde vor Gottesdienstbeginn nahmen alle ihre Plätze ein und der Jugendchor stimmte noch einige Lieder an. Der Gottesdienst begann und es war eine schöne, wenn auch ungewohnte Atmosphäre, denn welche Gemeinde hier in Deutschland hört schon das Zwitschern der Vögel während des Gottesdienstes. Nach dem Eingangsgebet und dem Verlesen des Bibelwortes Matthäus 28, aus Vers 20:

"Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende"

durch den Dienstleister Priester Olaf Braune sang der Jugendchor das Lied "Herr sei vor uns und leite uns". Anschließend begann Priester Braune seine Predigt mit einem Dank an die Jugend für dieses Lied, denn eigentlich, so sagte er, sei mit dem Lied der Gottesdienst zusammengefasst worden, bevor er gehalten wurde. Doch wie können wir die Anwesenheit unseres himmlischen Vaters merken? Hierzu wurden im Gottesdienst einige biblische Beispiele erwähnt. Zum Beispiel die Errettung des Volkes Israels aus der Gefangenschaft in Ägypten durch Mose. Der Weg, auf dem sie flohen, führte durch die Wüste, und in der Wüste gab es nichts zu essen. Das Volk murrte und Gott ließ Speise vom Himmel fallen. Sie kannten es zwar nicht, aber als sie merkten, was es war und dass es schmeckte, wussten sie, dass sie keinen Hunger mehr leiden müssen. Gott war also die ganze Zeit bei ihnen und schenkte ihnen himmlische Speise. Aber wir können den Herrn nur wahrhaftig erleben, wenn wir glauben. Auch davon wurde in diesem Gottesdienst berichtet, und ein Beispiel aus der Bibel gab es auch. In der Erzählung geht es um eine Frau aus alter Zeit, die seit 12 Jahren an Blutungen litt. Das galt in der damaligen Zeit als unrein, weshalb sich die Frau von vielen Ärzten behandeln ließ. Doch sie litt sehr unter den Behandlungen und gab ihr ganzes Vermögen dafür aus, und im Endeffekt wurde es nur noch schlimmer. Als sie dann hörte, dass Jesus in die Stadt kam, drängte sie sich durch die um ihn versammelte Menge von hinten an ihn ran und berührte sein Gewand, denn sie glaubte daran, dass er sie heilen könnte. Und so geschah es dann auch. Jesus sagte ihr, dass ihr Glaube ihr geholfen habe. Auch wir können uns in einer für uns so aussichtslosen Situation befinden, dass wir denken, alles getan zu haben. Wollen wir in solchen Situationen nie unseren himmlischen Vater vergessen, uns hinknien und zu ihm beten, mit ihm ringen und daran glauben, dass er uns immer recht führen wird, auch wenn es für uns anfangs so scheint, als würde er uns vergessen.

Als nächstes wurde Diakon Norman Teschner an den Altar gerufen. Er sprach vom Heiligen Abendmahl und dass wir daran glauben müssen, dass dies Leib und Blut Jesu ist und nicht bloß ein bisschen Teig mit drei Tropfen Wein darauf.

Der Zweite, der an den Alter gerufen wurde, war der Evangelist Gerald Jokel. Er sprach von seinen Fahrstunden, die er in Wernigerode absolviert hatte, und berichtete davon, wie er heute noch an einigen Ecken in Wernigerode an die Worte seines Fahrlehrers denken muss, die dieser an genau diesen Stellen ausgesprochen hatte. Außerdem verglich er die Fahrstunden mit dem Wirken Gottes: wenn der Fahrlehrer auf die Bremse tritt, dann kann der Fahrschüler noch so viel Gas geben, er kommt nicht von der Stelle. Genauso ist es auch bei unserem himmlischen Vater, wenn er uns stoppen will in unserem Handeln, dann schafft er dies auch, egal wie viel wir versuchen dagegen zu steuern.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls und dem Schlusssegen wurde noch gegrillt und jeder konnte sich stärken und mit anderen austauschen, beziehungsweise wärmen, denn es war inzwischen wirklich sehr frisch geworden. Anschließend fuhren alle wieder gestärkt nach Hause.

Text: F.C Bilder: S.B/ G.J.