Jugendstunde mit Apostel Korbien

Jeder Jugendliche aus dem Bezirk Halberstadt, der es irgendwie einrichten konnte, machte sich am Abend des 12.06.2015 auf den Weg nach Halberstadt. Dort fand nämlich um 19.30 Uhr eine Jugendstunde mit Apostel Jens Korbien statt.

Der Apostel hatte den Wunsch, den im Mai stattgefundenen Mitteldeutschen Jugendtag (MJT) noch einmal nachklingen zu lassen und sich ein Feedback der Jugend einzuholen. Nach dem Gebet stellte er fest, dass es im Untersaal der Kirche sehr warm war, und fragte, ob er sich schnell noch umziehen könne. Der Jugendchor sang in der Zeit das Lied "Wenn Christus heute Menschen sucht". Der Apostel kam zurück und hatte eines der T-Shirts an, welches der Jugendtags-Gastchor aus Südafrika getragen hatte. Er erzählte, was der südafrikanische Chor in der Zeit, die er hier in Deutschland verbrachte, alles erlebt hatte und zeigte sich beeindruckt, wie viel Achtung die Jugendlichen ihm und den anderen mit ihnen reisenden Aposteln entgegenbrachten. Es war ein schönes Miteinander gewesen – das brachte der Apostel den in Halberstadt versammelten Jugendlichen rüber.

Als nächstes fragte der Apostel, ob denn die Eindrücke des Jugendtages zu Hause kundgetan worden seien, worauf einer der Jugendlichen antwortete: via Facebook. Ein Höhepunkt des Jugendtages war die Stadtrallye gewesen, und der Apostel gestand den anwesenden Jugendlichen seine Bedenken bezüglich des gemeinsamen Treffens an den Domstufen. Aber er war begeistert gewesen. Unter anderem auch von den "Staus", die durch das Singen in den "Gassen" durch begeisterte Zuhörer verursacht worden waren.

Jetzt forderte der Apostel die Jugendlichen auf, ihre Erlebnisse kundzutun. Es wurde von den Jugendlichen sehr begrüßt, dass der Jugendtag von der Jugend für die Jugend gewesen war. Die Organisation an sich war sehr gut, jeder, der gekommen war, um etwas zu erleben, langweilte sich nicht, es war im Gegenteil eher so, dass man nicht wusste, wie man alles schaffen sollte. Auch von der Gerichtsverhandlung, die aus dem Stegreif für einige Teilnehmer entstanden war, schwärmten die Jugendlichen, die mit dabei gewesen waren. Der von der Messe beauftragte Wachdienst fühlte sich augenscheinlich sicher: liefen sie am ersten Tag noch mit Pfefferspray und Schlagstock rum, wurde es von Tag zu Tag weniger, was sie an Eigenschutzmaßnahmen bei sich trugen.

Der Apostel sprach auch von dem Himmelfahrtsgottesdienst, der am Donnerstagabend auf dem Freigelände an der Bühne stattfand. Dadurch, dass der Gottesdienst im Freien gefeiert wurde, gab es keine festen Sitzplätze. Jeder setzte sich, wo es ihm passte, auf den Boden. Dann kam die Feier des Heiligen Abendmahls und die lief ab, als wäre alles vorher unermüdlich geprobt worden. Jeder stand auf, stellte sich in einer Reihe an und setzte sich wieder auf seinen Platz. Alles ohne irgendwelche Drängeleien. Zwar hatte es beim Jugendtag etwas geregnet, aber alles in allem war es schön, leider etwas kalt, aber doch schön.

Nun bleibt allen Jugendlichen, die am Jugendtag teilnahmen, nur noch eins: Ereignisse wie dieses hochzuhalten und die Freude und Begeisterung, die man erfahren hat, mit in den Alltag zu nehmen. Jeder sollte sich in seine Gemeinde einbringen und mit Freude Gott dienen. Doch dabei soll man nicht denken, je mehr ich gebe, desto mehr bekomme ich, nein, man muss Kräfte aufbringen, um sein Ziel zu erreichen, denn die Berge werden nicht flach, man muss sie bezwingen. Dies ist auch die Botschaft, die in der Morgenandacht am Freitag beim Jugendtag übermittelt werden sollte.

Nicht vergessen werden soll das Wort unseres Stammapostels im Gottesdienst am Sonntagvormittag:

"Wir sind erwählt, um zu dienen, freuen wir uns darüber und lassen es uns nicht einfach nur gut gehen, denn wir sind genauso Menschen wie jeder andere auch, nur haben wir ein anderes Ziel als manch anderer."

(Text: F.C. / Bilder: S.B.)