Pfingsten 2007 - Jugendfreizeit in Wismar

70 Jugendliche aus dem Bezirk Halberstadt erlebten das Pfingstwochenende gemeinsam an der Ostsee. "Sommer", Sonne, Sand und Meer - ein Fazit der Freizeit der Jugend des Bezirkes Halberstadt am Pfingstwochenende an der Wismarer Bucht.

Die Wetteraussichten für das Pfingstwochenende 2007 verheißen nichts Gutes: "Der Frühsommer verabschiedet sich, es wird nass und bedeutend kühler". Mit diesen Prognosen im Kopf machen sich 70 Jugendliche aus dem Ältestenbezirk Halberstadt mit ihren Betreuern auf den Weg in die Jugendfreizeit nach Wismar an die Ostsee.

Nach gut 5 Stunden Autofahrt treffen auch die letzten Teilnehmer gegen 12 Uhr in der Jugendherberge ein. Dank guter Vorplanung - die Zimmeraufteilung ist allen bekannt - wird das Wochenenddomizil in Beschlag genommen. Nach Festlegung - du schläfst oben, ich schlafe unten oder auch umgekehrt - werden die Betten bezogen (für manche eine Herausforderung!)

Aufgrund der Tatsache, dass der Wetterbericht, zumindest für die Region Wismar, nicht ganz zu stimmen scheint - es ist weder kalt noch nass-, heißt natürlich das erste Ziel für diesen Tag: Ostseestrand.

Trotz Wassertemperaturen von ca. 15 Grad sind die ersten Mutigen bald im Wasser.Ob Beachvolleyball, Wanderung entlang des Strandes, ein paar Seiten des spannenden Buches auf der Decke lesen - die Zeit vergeht viel zu schnell.

Die Autos werden wieder zurück zur Jugendherberge gebracht und von dort gehts zu Fuß - welch sportliche Herausforderung - in den Bürgerpark. Dieses wunderschöne Areal war 2002 das Ausstellungsgelände der 1. Landesgartenschau Mecklenburg-Vorpommerns.

Für den späten Nachmittag und Abend empfiehlt das Programm: "Sport und Spiel" oder ganz einfach nur "Zusammensitzen", um (wie man im Norden sagt) miteinander zu klönen.

Die vielen enthusiastischen Schmetterbälle und Torschüsse werden mit gegrillten Würstchen, Brötchen, Limonade und auch einem kühlen Blonden (wir hatten ja die Autos schon "abgegeben") belohnt.

Ein Dank gilt an dieser Stelle einigen Jugendlichen der Gemeinde Wismar, die an diesem Abend dafür sorgen, dass die Grillwurst nicht ohne Grill bleiben muss!

Im Schatten der Dämmerung wird das genutzte Areal von uns beräumt und bereinigt, anschließend erfolgt der Fussmarsch zurück in die Herberge. Der Rest des Abends bis hinein in den frühen Pfingstsonntagmorgen klingt friedlich auf Zimmern und Fluren aus.

Nach dem guten Frühstück in der Jugendherberge begeben sich alle geschniegelt und gebügelt zur Übertragung des Pfingstgottesdienstes in die Wismarer Kirche. Alle 70 angemeldeten Gäste finden einen Platz in der schönen neuen Versammlungsstätte der Wismarer Gemeinde.

Nach dem segensreichen Erleben des Übertragungsgottesdienstes mit dem Stammapostel aus dem Congress Center Hamburg geht es zurück zum gemeinsamen Frikassee-Essen in die Herberge.

Wieder ein Blick auf den Himmel- Erstaunen - die Sonne scheint und es ist angenehm warm.Dem sportlichen Highlight, einer Fahrradtour, kann nichts mehr im Wege stehen. Irgendwie verwunderlich spuckt der Keller der Herberge 70 fast baugleiche, rot-weiß gestreifte, anscheinend steinzeitliche Fahrräder aus.

Mit diesen störrisch anmutenden Drahteseln geht es in drei Gruppen quer durch die Ostseelandschaft bis zum Wismarer Hafen. Wenn auch manchmal gefährlich aussehend - es gibt etliche tollkühne Akrobaten - kommen alle drei Teams unbeschadet wieder in der Unterkunft an.

Der späte Nachmittag verheißt Badewetter. Ein Telefonat nach Hause bewirkt bei den Angerufenen großes Erstaunen. Dort regnet und gewittert es fast ununterbrochen. In einigen Regionen hat sogar starker Hagel diverse Zerörungen angerichtet.

Gegen 18:30 braut sich auch ein Gewitter über der Ostsee zusammen. Da gilt es schnell einzupacken, einen Sprint zum 2 km entfernten Parkplatz hinzulegen und mit Schließen der Autotür entlädt sich der Himmel.

Nach dem Abendessen steht der geplante "Bunte Abend" an. Das vorbereitete Programm hat heiteren bis ernsten Charakter. Mit hoher Schauspielkunst demonstrieren einige Akteure aus den jeweiligen Gemeinden in pantomimischer Darstellung Geschehnisse aus der Bibel, die es zu erraten gilt.

Auch aktuelle Themen der Gemeindearbeit oder Probleme, die sich aus dem unterschiedlichen Denken der Generationen ergeben, werden in bildhafter Form demonstriert und dargestellt. Eine Diashow mit Eindrücken von unserem Ausflug rundet den Abend ab.

Und da ist er schon wieder, der Tag der Heimreise, des Abschiednehmens. Nach einem gemeinsamen Frühstück und dem Beräumen der Zimmer kann jeder individuell entscheiden, wie er diesen letzten Tag gestaltet. Einige setzen sich in ihre Autos und treten umgehend die Heimreise an, eine andere Gruppe genießt auf Schusters Rappen die Innenstadt von Wismar und der verbleibende größere Teil vergnügt sich im großen Spaßbad "Wonnemar".

Dann endlich gegen 14 Uhr ist es soweit - die letzten Harzer und Vorharzer verlassen größtenteils wehmütig die Hansestadt an der Wismarer Bucht.

Die Teilnehmer der Jugendfreizeit möchten sich ganz herzlich bei allen Organisatoren bedanken, die diesen schönen Ausflug ermöglicht haben!
Danke der Herbergsleitung für die schöne Unterbringung, danke, lieber Gott, für alle Bewahrung und für das entgegen dem Wetterdienst prognostizierte schöne Wetter.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Jugendausflug!