Bischof Knigge dient in Wernigerode Hörgeschädigte

Den Gottesdienst für Hörgeschädigte mit Bischof Rainer Knigge werden alle Teilnehmer - hörende wie hörgeschädigte - sicher nicht so schnell vergessen.

Schon fast ein gewohntes Bild bot sich der Gemeinde Wernigerode im Gottesdienst am Sonntag, 3. Februar 2008, als drei junge Glaubensschwestern sich beim Anstimmen des Chorliedes vor den Altar stellten und mit begleitenden Gebärden den gehörlosen bzw. hörgeschädigten Gottesdienstteilnehmern den Text des gesungenen Liedes übersetzten.


Übersetzung des Chorliedes

Bischof Rainer Knigge aus Niedersachsen, der den Gottesdienst hielt, verwendete als Grundlage das Wort 1. Thessalonicher 2,13:

"Und darum danken wir auch Gott ohne Unterlass dafür, dass ihr das Wort der göttlichen Predigt, das ihr von uns empfangen habt, nicht als Menschenwort aufgenommen habt, sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Gottes Wort, das in euch wirkt, die ihr glaubt."

Die von ihm und dem mitdienenden Bezirksältesten Wolfgang Becker genannten und erläuterten Punkte erkennbarer Auswirkungen eines im Herzen verwurzelten Wortes wurden unterstützend auf dem Altar visuell hinterlegt.Auf vier Kärtchen waren die nachfolgende Begriffe zu sehen:

  • Sehnsucht
  • Vertrauen
  • Geduld
  • Demut

Diese Art der Darstellung war nicht nur für die gehörlosen Gottesdienstbesucher ein Gewinn zum besseren Verstehen und Merken.


Bischof Knigge zeigt die Gebärde für "Gott"

Mit viel Humor versuchte der Bischof, selbst die Kinder für die Art der Durchführung eines Gottesdienstes für Hörgeschädigte zu begeistern. Mit Übersetzungen für Schlafen, Essen, Uhr, Gott und sein Haus wurde eine erste Lektion in der Gebärdensprache erteilt.

Zum Ende des Gottesdienstes lud dann der Vorsteher der Gemeinde Wernigerode, Hirte Andreas Lutz, alle Gottesdienstteilnehmer zu einem gemeinsamen Mittagessen ein. Maximal 15 Minuten nach dem Verklingen des letzten Chorliedes war die komplette Kirche in einen Speisesaal verwandelt, so dass jeder, der die Einladung angenommen hatte, sein Essen in einer angenehmen Umgebung genießen konnte.Bei Schnitzel mit Mischgemüse, Obstsalat und natürlich auch einer Tasse Kaffee klang dieser schöne Tag der Begegnung besinnlich aus.

U.P.

Weitere Impressionen