Kindertag des Bezirkes Halberstadt in Wernigerode

Am Sonntagnachmittag trafen sich die Kinder des Kirchenbezirkes Halberstadt zu einem gemeinsamen Gottesdienst in Wernigerode, der von Bischof Lothar Petereit geleitet wurde. Der Ruf Jesu an Jakobus und Johannes, ihren Fischerberuf aufzugeben und ihm zu folgen, war Kernthema dieses Gottesdienstes.

Die Kinder des Kirchenbezirkes Halberstadt erlebten am Nachmittag des 13. April 2008 einen Kindergottesdienst in Wernigerode, der vom Bischof Lothar Petereit geleitet wurde.Schon beim Betreten der Kirche wurden die Blicke der Kinder von einem außergewöhnlichen Altarschmuck angezogen. Wie passte der maritime Schmuck in den Harz? Das wurde deutlicher als der Bischof das Textwort Matthäus 4, 21 und 22 vorlas:

"Und als er von dort weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, im Boot mit ihrem Vater Zebedäus, wie sie ihre Netze flickten. Und er rief sie. Sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten ihm nach."

Der Altarschmuck lenkte die Gedanken auf den Fischfang, so dass die Kinder in den Alltag der Fischer, der späteren Jünger und Apostel eintauchen konnten.

Der Kerngedanke des Gottesdienstes war "Dem Ruf Gottes folgen". Durch den Bischof und den Bezirksältesten Wolfgang Becker wurden die verschiedenen "Rufe" und unsere Reaktionen darauf beleuchtet.

Ruf der Eltern

Es gereicht immer zum Segen, wenn man dem liebevollen Ruf der Eltern folgt und schon auf ihr erstes Wort hört.
Der Bischof sprach ein Erlebnis aus alter Zeit an: Ein Kind spielte an einer Mauer und die Mutter sah vom Fenster, dass diese bedrohlich wankte. Sie rief ihr Kind zu sich, das sofort dem Ruf der Mutter folgte. Kurz darauf stürzte die Mauer ein.

Als biblisches Beispiel diente das Gespräch zwischen dem Vater Tobias und seinem gleichnamigen Sohn (Tobias, Kapitel 4 und 5). Nachdem der Vater seinem Sohn viele wertvolle Ratschläge gegeben hatte, versprach der Sohn Tobias, diese zu befolgen. Daraufhin stellte Gott dem jungen Tobias für die anstehende Reise einen Engel als Begleiter an die Seite.
Der Bischof sagte, dass er glauben kann, dass heute an der Kirchentür für jedes Kind auch ein Engel als Begleiter wartet.

Ruf Gottes

Wenn Gott uns ruft, wollen wir ebenfalls "sogleich" folgen, wie es Jakobus und Johannes damals taten, und nicht zögern.

Gott ruft uns zum Gebet. Auch wenn mal wenig Zeit ist oder man schon müde ist - Gott reagiert auch auf ein kurzes "Herr hilf!". Vergessen wir aber niemals das Dankeschön für seine Hilfe.
Gott ruft uns zur Sonntagsschule, zum Kinderchor, zum Religions- und Konfirmandenunterricht.
Gott ruft auch zum Opfern. Hier berichtete der Bischof recht anschaulich, wie er durch seine Eltern und Großeltern das Opfern lernte.

Ruf des Teufels

Nicht nur die Eltern und der liebe Gott rufen. Manchmal steht gar der Teufel hinter einem Ruf und möchte uns für sich vereinnahmen. Es ist nicht immer leicht erkennbar, wer wirklich ruft, aber der Heilige Geist hilft uns dabei. Wenn wir auf ihn hören, werden wir auch den Ruf des Bräutigams Jesus nicht versäumen und mit ihm ziehen dürfen, wenn er kommt.

G.J. / M&S.V.